Abschied von der Familie und neue Farm

Abschied von der Familie und neue Farm

Urlaub mit meinen Eltern Teil 2

Die 5 Stunden Autofahrt zu dritt hinten gingen auch irgendwie vorbei und dann waren wir schon in Windsor, eine Stadt an der Grenze zu den USA. Kanada und USA sind hier durch einen Fluss getrennt.

Da drüben liegt Detroit

In Windsor selbst war nicht wirklich viel los, aber deswegen waren wir ja auch nicht da. Nachdem wir abends angekommen sind und eine Nacht in unserem Airbnb geschlafen haben, ging es über die Grenze nach Detroit, das direkt an der anderen Seite des Flusses liegt. Gegen Mittag sind wir losgekommen und haben uns schön an die lange Schlange vor der Brücke in die USA angestellt. Wir kamen jedoch relativ schnell dran, aber dann wurde es ein bisschen nervig. Wir mussten alle aussteigen und uns in ein Büro setzen, in dem wir den Stempel in unseren Pass bekommen. In der Zeit wurde unser Auto durchsucht. Soweit so gut. Hinter dem Tresen im Büro ungefähr 12-14 Beamte, die alle die Ruhe weg hatten. Vor uns waren noch 3 andere dran, die ihren Stempel bekommen mussten. Man könnte meinen, dass das bei so viel Personal schnell erledigt sein sollte. Nicht in dem Fall. Nach einer Stunde waren wir fertig und konnten in die USA einreisen. Zuerst ging es in eine riesige Outletmall und danach sind wir in Detroit herumgelaufen, bis es abends zum Spiel Toronto-Detroit ging.

Little Caesars Arena Detroit

Detroit hat schöne Ecken, aber man erkennt, dass es seine schönsten Zeiten hinter sich hat. Riesige Gebäude mitten in der Stadt stehen leer und abends sollte man da, glaub ich, nicht unbedingt alleine rumlaufen.

Vor der Arena der Detroit Tigers – Baseball

Das Stadion der Detroit Red Wings jedoch ist gerade erst neu gebaut worden und ist richtig gut geworden. Wir saßen in der allerletzten Reihe, direkt unterm Dach. Für 90$ würde man in Deutschland, glaub ich, in einer etwas besseren Kategorie sitzen. Aber ich will mich auch nicht beschweren, das ist ja nichts gegen Toronto, wo die günstigste Karte um die 200$ kostet. Das Spiel war auf jeden Fall ziemlich cool, die Leafs haben gewonnen und die „Stimmung“ war gar nicht so schlecht, für nordamerikanische Verhältnisse.

Nach Ewigkeiten im Stau stehen vor der Brücke nach Kanada, haben wir es dann geschafft und waren wieder zuhause in unser Wohnung. Alles in allem ein richtig cooler Tag in den Staaten.

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Niagara Falls. Wieder 4 Stunden Fahrt, gemütlich zu dritt auf der Rückbank. Angekommen in unserem nächsten Airbnb, ging es direkt los zu den Fällen. Die Wasserfälle sind echt beeindruckend, aber wie es jeder sagt, der schon mal da war, die Stadt ist eher unpassend. Es sieht aus wie auf dem Hamburger Dom und für 30$ ne mittelgroße Pizza ist auch nicht für jeden etwas.

Niagara Falls in Landesfarben

Am nächsten Tag gab´s das Pflichtprogramm, wenn man dort ist, die Bootstour zu den Fällen. War echt cool und wir wurden gar nicht so nass, lag vielleicht daran, dass die im Oktober bei 6 Grad nicht mehr so dicht ranfahren, wie im Sommer.

Am letzten Abend mit meinen Eltern haben wir nochmal gut bei Redlobster gegessen und am nächsten Morgen ging es dann wieder los. Noch einmal 2 Stunden Fahrt zur nächsten Farm. Dort haben Dean und ich uns dann von meinen Eltern und meiner Schwester verabschiedet und die nächsten Farmer kennengelernt.

Neue Farm

Unsere neue Farm: Hinterland Growers

Die Farmer und die 2 Kinder sind total nett. Wir fühlen uns hier viel wohler, als bei der letzten Farm. Wir müssen hier zwar mehr arbeiten, aber haben Samstag und natürlich Sonntag frei und alles in allem gefällt es uns hier viel besser. Es wirkt hier alles professioneller und besser geplant. Es gibt einen Hofladen, in dem 5 Tage die Woche das Gemüse verkauft wird. Zu unseren Aufgaben gehörten bis jetzt, Gemüse waschen und verpacken für den Laden. Gemüse ernten, Knoblauch pflanzen und ein paar Sachen aufräumen. Das alles bei 0-6 Grad draußen. Es ist echt unangenehm zu Anfang, aber nach kurzer Zeit arbeiten, merkt man es tatsächlich nicht mehr. Es lag sogar schon einmal morgens Schnee.

Es gibt 2 Probleme, die sich zwar aushalten lassen, aber schon auf Dauer anstrengend sind.
1. es gibt keine Heizung, nur einen Ofen, der aber warum auch immer nur selten an ist. Daher ist es in unserem Zimmer im Keller auch immer a….kalt. Ich schlaf immer in meinem Schlafsack und darüber noch 3 Decken…
2. haben die hier nur begrenztes Wlan, das heißt, kein Netflix, kein Youtube oder anderes Streaming. Man kann natürlich drauf verzichten, aber anders wär es schon netter.

Nach mittlerweile einer Woche gefällt es uns jedoch echt gut hier und die weiteren 2 Wochen sollten eigentlich kein Problem werden.

5 Gedanken zu „Abschied von der Familie und neue Farm

  1. „…Nach mittlerweile einer Woche gefällt es uns jedoch echt gut hier und die weiteren 2 Wochen sollten eigentlich kein Problem werden…“
    Warum nur 2 weitere Wochen? Verlasst ihr dann wieder die Farm und müsst euch was neues suchen???

    1. Ja genau, am 5. November ziehen wir nach Ottawa und haben dort auch schon ein Airbnb. Für Jobs haben wir uns auch schon beworben, aber bis jetzt hat sich noch keiner zurückgemeldet.

  2. Moin. Kümmere dich doch selbst um den Ofen. Ein bisschen mehr Holz verbrauchen bringt so ne kanadische Familie nicht an den Rand des Ruins – könnte ich mir vorstellen. Das ist so wie in China der Sack Reis…
    Frieren geht garnicht. Wenn du Fragen zur korrekten Bedienung des Ofens hast melde dich ?.
    Und ein Foto vom Ofen würde ich zu gerne mal sehen.?

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