Leben auf einer Farm im Nirgendwo

Leben auf einer Farm im Nirgendwo

Mittlerweile bin ich 3 Wochen hier und es wurde mal Zeit für einen neuen Beitrag.

In dem Beitrag geht es um die 2 Themen Arbeit und Freizeitgestaltung.

Arbeit

Wir fangen jeden Tag gegen 7:30 Uhr an zu arbeiten und hören je nach dem, wie viel zu tun ist, früher oder später auf. Meistens ist es aber so zwischen 2 und 3. Die Arbeit die wir hier machen ist ganz unterschiedlich. Auch von dem Anstrengungsfaktor unterscheidet sie sich sehr. Wir mussten schon mehrere Beete umgraben und Kartoffeln ernten bei 30 Grad, was anstrengender ist als so manches Workout. Aufgrund der vielen Mücken hatte ich ne lange Hose und eine Daunenjacke an, nach eine paar Stunden Arbeit und Schwitzen, sah ich aus, als wäre ich in einen Teich gefallen und aus meinen Klamotten bin ich rausgekommen, wie aus einem Neoprenanzug. Vor den Mücken haben mich meine Klamotten trotzdem nicht beschützt und ich musste die letzten Tage mit bis zu 50 Mückenstichen leben.

Letzte Woche waren wir also viel in Beeten unterwegs, diese Woche haben wir bis jetzt einen Schuppen, der auf der Kuhwiese steht, gestrichen und einen Zaun. Das war nicht annähernd so anstrengend. 

Bei der Arbeit….

Zwischendurch transportieren wir immer mal ein paar Truckladungen Holz von einem Stapel hier auf der Farm in den Keller oder auf einen anderen Haufen. Es wirkt manchmal so, als ob man keine Arbeit mehr für uns hat, aber wir auch nicht nichts machen sollen.

… fertig!!

Freizeitgestaltung 

Kurz zur Lage der Farm. Wir befinden uns hier auf einer Farm, die an einer Autobahnabfahrt liegt. Es gibt auf dieser Straße einen direkten Nachbarn und dann erstmal nichts. Es gibt keine öffentliche Verkehrsmittel, kein Uber und keine Taxis. Pro Stunde fährt hier ein Pickup vorbei und ein Schulbus. Huntsville (die nächste Stadt) ist 10 km entfernt und es gibt auf unserer Farm auch kein Fahrrad. Das heißt, wir kommen da nicht alleine hin. 

Wenn wir in die Stadt wollen bleibt uns nichts anderes übrig, als zu fragen, ob wir dahin gefahren werden können. So haben wir es auch letzten Freitag gemacht, als wir uns ein Hockeyspiel angeguckt haben, was sehr cool war.

Ansonsten waren wir einmal angeln mit unserem Boss, wir haben nichts gefangen.

Angeln …. ohne Erfolg

Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten, spielt Netflix (solange das WLAN es zulässt) auch eine sehr große Rolle in unseren Freizeitgestaltungen.

Alles in allem fühlen wir uns hier aber wirklich wohl. Es ist cool, nachdem Großstadtleben in Toronto, mal die Natur Kanadas zu erleben. 

2 Gedanken zu „Leben auf einer Farm im Nirgendwo

  1. Geiler Schuppen!! Wenn du jetzt so streichen kannst, kannste bei uns in der Wohnung weitermachen 😀
    Hast du nichts anderes, als eine Daunenjacke als Mückenschutz gehabt??? 🙂

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